Montag, 6. November 2017

Montagsfrage: Wie wichtig ist es dir gelesene Bücher zu rezensieren? Versuchst du alle zu rezensieren oder nur bestimmte?


Eine neue Woche beginnt, und es steht mal wieder die Montagsfrage von Buchfresserchen an. Ihr könnt sie ja bereits oben in der Überschrift lesen. 


Ich rezensiere grundsätzlich alle gelesenen Bücher und auch Hörbücher, egal ob sie mir gefallen haben oder nicht. Was vor Jahren, eher spontan und mit kurz gefassten Beiträgen, als persönliches Tagebuch, für mich begann, ist mir mittlerweile zur lieben Gewohnheit geworden. Es macht mir einfach Spaß, mir nach dem Lesen noch einmal gründlich Gedanken über ein Buch zu machen und diese nieder zu schreiben. Die Rezensionen sind nicht nur für mich selbst eine hilfreiche Gedankenstütze, denn oft schaue ich mir nach Jahren wieder meine alten Beiträge an und kann mich besser an die Bücher erinnern, sondern ich freue mich, dass ich damit auch anderen Lesern Tipps geben kann, wenn es darum geht, das Für und Wider abzuwägen, ob ein Buch den Lesegeschmack treffen könnte oder eher nicht. Mir geht es ja selbst so, dass ich gerne Rezensionen zu Büchern lese, die mich interessieren, bei denen ich mir aber nicht ganz sicher bin, ob sie meinen Erwartungen entsprechen könnten. Da ist man zwar nie hundertprozentig sicher, solange man ein Buch noch nicht selbst gelesen hat, aber mit der Zeit kann man den Lesegeschmack eines Bloggers bzw. einer Bloggerin schon gut abschätzen und feststellen, ob es Gemeinsamkeiten gibt oder nicht.
Ich versuche, gerade bei Büchern, die mir nicht gefallen haben, möglichst ausführlich meine Gründe zu vermitteln, denn nur, weil ich ein Buch nicht gut fand, heißt ja nicht, dass es allen anderen ebenso geht, denn jeder hat andere Maßstäbe und Kritikpunkte. Insofern habe ich auch keine Scheu vor negativen Rezensionen, denn glücklicherweise sind die Geschmäcker verschieden, und was mir nicht gefällt, kann ein anderer Leser gerade gut finden. 

Wichtig ist es mir, selbst angefragte Rezensionsexemplare bzw. Bücher, die mir vorab angeboten und auf meine Zustimmung hin zugeschickt wurden, bevorzugt zu lesen und zu rezensieren. Leider kann ich schlecht "nein" sagen und nehme mir oft zu viel vor. Wenn dann das "Real Life" nicht mitspielt, gibt es schon mal einen "Lese- und Rezensionsstau", so wie momentan mal wieder 😉. Ehrlichkeit ist mir dabei wichtig, sowohl bei der Einschätzung der vereinbarten Rezensionsfristen als auch bei der Beurteilung der gelesenen Bücher.

Ich bin auf eure Meinungen zu diesem Thema gespannt und gehe mal in Buchfresserchens heutiger Linkliste stöbern.

Kommentare:

  1. Hallo Klusi,

    für mich sind die Rezis auch Pflicht, sie sind der Grund für meine Bloggerei. Außerdem beschäftige ich mich dadurch auch noch abschließend mit dem Buch und ich denke noch einmal darüber nach.


    Mein Beitrag

    Einen guten Wochenstart wünsche ich dir und viel Zeit zum Lesen,
    Barbara

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  2. Ich rezensiere jedes gelesene Buch.

    Mein Blog ist ein Lesearchiv, das ich gerne komplett haben möchte und durch die viele Routine fällt mir auch zu jedem Buch etwas ein, das ich sagen will. Ich blättere auch immer selbst mal in meinen alten Rezensionen, wenn die Rede auf ein bestimmtes Buch kommt und bin froh um jede Info und jeden Leseeindruck, den ich dazu auf meinem Blog gepostet habe. Und inzwischen sind die Rezis auch keine lästige Pflicht mehr, sondern es macht mir Spaß, mich auch nach dem Lesen nochmal mit dem Buch zu beschäftigen, Bilanz zu ziehen und evtl. Hintergrundinfo dazu zu suchen. Das rundet das Lesen dann für mich erst richtig ab.

    Ich gebe Dir auch recht damit, dass ein ausformulierter Text viel wertvoller ist als eine Sterne-Bewertung oder ähnliches. Ich bin immer froh, wenn sich jemand die Mühe macht und in Worte kleidet, was gefallen oder nicht gefallen hat. Das hilft mir dann selbst weiter, egal ob ich die Meinung des Rezensenten teile oder nicht.

    LG Gabi

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