Mittwoch, 13. September 2017

Die Montagsfrage von Buchfresserchen

Der Wochenbeginn war bei mir sehr turbulent, und so hat es mein privates Zeitmanagement erst heute erlaubt, mich der Montagsfrage zu widmen.


Montagsfrage: Liest du mehr Papierbücher oder mehr E-Books, gibt es einen Grund dafür?



Bei mir überwiegen eindeutig die Printausgaben. Ich lese zwar auch eBooks, aber mir fehlt das besondere Feeling, wenn ich ein Buch aufschlage oder über das Cover streiche. Ich oute mich mal, dass ich beim Ebook-Reader auch den Geruch von Papier und Druckerfarbe vermisse. 😉😊 Bücher von manchen Autor(inn)en muss ich auch einfach in meinem Regal stehen haben, da führt für mich kein Weg an der Printausgabe vorbei. Mir ist es nun schon häufiger passiert, dass ich erst die eBook-Ausgabe gelesen habe und mir anschließend das gedruckte Exemplar trotzdem geholt habe. Dass ist oft der Fall, wenn ich genau weiß, dass ich dieses Buch erneut zur Hand nehmen werde. Ich lese ja häufig historische Romane, und hier hat man oft ein Glossar, eine lange Personenliste oder eine Karte im Buch. Wenn ich dann mal auf die Karte oder in die Personenliste schauen möchte, ist dies bei einer Printausgabe bedeutend einfacher.
Zu eBooks greife ich hauptsächlich, wenn ich ein Rezensionsexemplar angeboten bekomme, beispielsweise bei NetGalley oder von Self-Publishern. Bei Büchern, wo ich genau weiß, dass ich sie nur einmal lese, ist es mir nicht immer wichtig, die gedruckte Ausgabe zu haben. Bei Reihen, wo ich schon Print-Bände habe, stellt sich die Frage nach einem eBook gar nicht erst.

So richtig sympathisch sind mir eBooks nach wie vor nicht, denn wie einige bei der Montagsfrage schon geschrieben haben, eigentlich gehören einem die Bücher nicht, sondern man bekommt nur die Dateien zur Verfügung gestellt, und ich habe auch schon erlebt, dass ich auf manche eBooks, die ich mir vor Jahren mal heruntergeladen habe, plötzlich nicht mehr zugreifen kann. So etwas kann halt mit einem gedruckten Buch nicht passieren. Auch nervt es mich, dass ich ständig darauf achten muss, das Aufladen des Geräts nicht zu versäumen. Da ist es mir schon öfter passiert, dass ich spontan mal ein paar Seiten lesen wollte und der Reader nicht aufgeladen war - sehr ärgerlich! Gerade bei Leserunden oder Rezensionsexemplaren stört es mich, dass ich bei eBooks nicht so einfach hin und zurück blättern kann wie ich möchte. Beim Print stecke ich einfach mal ein Post-it zwischen die Seiten, was ich weitaus praktischer finde als das "Lesezeichen setzen" beim eBook.
Ganz gut finde ich eBooks für unterwegs, denn so muss man auf Reisen nicht einen ganzen Stapel Bücher einpacken, sondern nur den Reader.
Ein weiteres Argument für eBooks ist, dass man in diesem Bereich oft sehr günstige Angebote findet, und für leichte Unterhaltungsliteratur zwischendurch greife ich dann schon gerne mal zum eBook, beispielsweise für 2,99 €, während das gedruckte Buch ca. 10 € kosten würde.

Es gibt viele Argumente dagegen, aber auch einige dafür. Ich habe für mich ein ausgewogenes Verhältnis gefunden, werde den Printausgaben die Treue halten, aber auch eBooks für meine individuellen Bedürfnisse verwenden.

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