Freitag, 13. März 2015

Highlander meines Schicksals - Sharon Morgan

Eilidh aus Oklahoma besucht ihre Verwandten in Schottland. Bei einer Wanderung in den Culag Woods kommt sie vom Weg ab, weil sie eine junge Frau weinen hört. Während sie dieser zur Hilfe eilen will, wird sie plötzlich ohnmächtig, und als sie erwacht, findet sie sich in der Vergangenheit wieder. Nachdem ihr bewusst geworden war, dass sie vierhundert Jahre zurück durch die Zeit gereist ist, fragt sie sich nach dem Grund. Gefangen in einer fremden Zeit unter fremden Menschen muss sie sich neu zurechtfinden. Aber sie findet Anerkennung und gute Freunde, und sie begegnet der Liebe ihres Lebens. Gerade als ihr Glück vollkommen scheint, gerät sie erneut in ein Zeitloch. Wird sie jemals wieder glücklich werden?

Ich liebe Zeitreiseromane, besonders wenn sie in Schottland spielen. Dieser hier hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen, denn es ist nicht einfach ein Liebesroman in altertümlicher Kulisse, sondern man hat das Gefühl, selbst eine geistige Zeitreise zu machen, denn die Autorin versteht es bestens, die historischen Gegebenheiten farbig, lebendig und sehr authentisch wiederzugeben. Hier passt alles zusammen: die Sprache, die Umgebung, die Gewandungen und die Gepflogenheiten der Menschen. Man erfährt so einiges über Kräuter und ihre damalige Verwendung, und man kann sich in die schottische Landschaft hinwegträumen. Auch lernt man die alten Mythen kennen, die von Feen erzählen und die in Schottland immer noch lebendig sind.
Für mein Empfinden wurden die Themen Zeitreise und schottische Vergangenheit ganz wundervoll umgesetzt, denn Sharon Morgan versetzt ihre Helden an magische Orte. Die Schauplätze ihrer Geschichte existieren wirklich, so dass man sich die Handlung in dieser Umgebung sehr gut vorstellen kann, denn man findet ergänzend reichlich Bildmaterial über die Ruinen und Landschaften im Internet.
Zum Thema „Zeitreise“ gibt es viele verschiedene Vorstellungen und Konzepte in der Literatur. Sharon Morgans Idee dazu und die Ausführung in ihrem Roman fand ich sehr interessant und einleuchtend. Bis zum Schluss ist die Handlung fesselnd und auch für so manche Überraschung gut.
Mit dieser Geschichte konnte ich wunderbar abtauchen in eine andere Zeit, an geheimnisvolle Orte und mit sympathischen Protagonisten.



1 Kommentar:

  1. Vielen lieben Dank für die ausführliche Rezension. Es freut mich, dass Du auch die kleineren Sachen wie die Kräuter nicht übersehen hast. :-)

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